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14 November 2009

Wirtschaftskrise – Die nächste Megablase wird bald platzen

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Nachdem die so genannte „Finanzkrise“ Welt vor knapp einem Jahr in Panik versetzt hat und die Politiker sich bemüßigt gefühlt haben, hunderte Milliarden Dollar und Euro in das Finanz- und Bankensystem zu pumpen, um den totalen Kollaps abzuwenden, steht uns jetzt bald die nächste und, wenn man den Experten glauben darf, noch größere Krise ins Haus.copyrightjps

Man kann es kaum glauben, aber während rund um den Globus Arbeitsplätze abgebaut, Krisen- und Stützpakete geschnürt werden, geben sich die „Big Players“, also diejenigen, denen wir das ganze Schlamassel zu verdanken haben, schon wieder hemmungslos ihrer Gier und somit ihren hochspekulativen Spielchen hin. Sie gehen unter den gut dotierten staatlichen Schutzschirmen wieder enorme Risiken ein, als gäbe es kein Morgen.

GeldSACK Vorreiter sind wieder einmal die amerikanischen Großbanken, angeführt von Goldman Sachs, bei denen das Volumen der gehaltenen hochriskanten Derivativpositionen (das sind jene Finanzprodukte, die maßgeblich zum Entstehen der Krise beigetragen haben und als „faule Papiere“ von so vielen Banken irgendwo in den Bilanzen versteckt werden) – trotz des vollmundigen Geredes um strengere Vorschriften und stärkere Risikobegrenzungen für die Finanzbranche – das Vorkrisenniveau längst überschritten hat. Das erklärt wohl auch, warum etliche der Wall-Street-Banken die staatlichen Kredite bereits zurückzahlen konnten und wieder Boni in Millionenhöhe auszahlen.

Und das alles zu einem Zeitpunkt, da die Krise die Realwirtschaft fest im Griff hat und viele Menschen ihre Arbeit verlieren. Die Lage ist so schlimm, dass zum ersten Mal seit langem von Depression gesprochen wird. Zwar zeigen die Konjunkturdaten zum Beispiel für Europa im dritten Quartal 2009 wieder ein leichtes Wachstum an (nachdem es fast 9 Monate nur bergab gegangen war), doch sind sich so gut wie alle Experten einig, dass diese erfreuliche Entwicklung ausschließlich auf die Wirkung der milliardenschweren staatlichen Konjunkturpakete zurückzuführen ist. Wenn diese im kommenden Jahr auslaufen, wird sich erst erweisen, ob der Schub, den die Steuermilliarden der Wirtschaft gegeben haben, diese soweit stabilisieren konnte, dass sie auch aus eigener Kraft Fahrt aufnimmt.

Spekulationen können die neuen Finanzblasen voraussichtlich noch ein bis eineinhalb Jahre auffüllen und derart auch zumindest eine Erholung der Wirtschaft vortäuschen. Freilich: Je länger dies passiert, desto lauter wird der Knall beim unvermeidlichen Platzen. Dann brechen die jetzt Amok laufenden Aktien- und Rohstoffmärkte zusammen. Und die darauf folgende Krise wird um vieles schlimmer sein als die, unter der wir aktuell zu leiden haben, denn die Staaten werden nicht mehr genug Mittel zur Verfügung haben, um stützend einzugreifen.

Dass sich neue Finanzblasen gebildet haben, daran zweifeln mittlerweile auch vorsichtige Experten nicht mehr. Der Chef von DWS, der Fondstochter der Deutschen Bank, Klaus Kaldemorgen, sagte jüngst in einem Zeitungsinterview: „Die Geldpolitik ist so angelegt, dass wir auf eine Blase zusteuern.“

Offensichtlich sind die Manager nicht gewillt, an ihrem hochspekulativen Vorgehen, das ihnen Millionen und Abermillionen an Gehältern und Boni einbringt, auch nur das Geringste zu ändern. Die Politiker können oder wollen keine gesetzlichen Rahmenbedingungen verabschieden, die dem Spekulantentum zumindest ein wenig Einhalt gebietet und die Banken verpflichtet, Risikovorsorge zu betreiben. Der arme Steuerzahler muss das Ganze dann ausbaden. Dieses System, dass nur dazu dienen zu scheint, dass sich einige wenige auf kosten aller schamlos bereichern können, ohne auch nur das geringste zu leisten, darf nicht länger weiter bestehen. Sonst werden wir alle paar Jahre in eine neue Krise schlittern.

Die Zeit scheint reif für eine Revolution...

 

12 August 2009

Banken: Die Selbstbedienung geht munter weiter

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Wenn man verfolgt, was sich auf dem Bankensektor gerade abspielt, glaubt man seinen Augen und Ohren nicht zu trauen. Während die durch verantwortungsloses economycrisis2 Handeln vieler Bankmanager ausgelöste „Wirtschaftskrise“ hunderttausende in Arbeitslosigkeit und Armut stürzt, werden den ach so erfolgreichen Herrn Bankiers bereits wieder großzügige Boni ausbezahlt. Zwar kann der einfache Bürger kein Verständnis dafür aufbringen, dass Verantwortliche von Bankinstituten, die durch milliardenschwere Staatskredite vor dem Zusammenbruch gerettet werden mussten, zusätzlich zu den fürstlichen Gagen auch noch Bonuszahlungen für ihre „hervorragenden“ Leistungen erhalten, aber jetzt wo die Unternehmen zumindest vorübergehend saniert sind, hat man die guten Vorsätze sofort über Bord geworfen und denkt nur mehr an sich. Wer am meisten für sich herausholen kann, ist der beste Banker, laut offensichtlich nach wie vor die Devise.

Und was unternehmen die Politiker dagegen? Nichts. Barack Obama, der noch im Februar die Gier der Bankmanager heftig kritisierte, ist mittlerweile von dem Plan, deren Gehälter oder zumindest die Bonuszahlungen zu begrenzen, abgekommen. Offensichtlich haben er und andere maßgebliche Persönlichkeiten Wahlkampfspenden von der Wall Street bekommen. Wer viel Geld ergaunert, kann eben in großem Stil Lobbying betreiben. (Manche Banken zahlen bereits wieder Boni aus, deren Summe den erwirtschafteten Gewinn um mehr als das Doppelte (!) übersteigt.) Aber auch in der EU und in der Schweiz ist wenig bis gar nichts geschehen. Überall spricht man sich gegen staatliche Eingriffe zur Beschränkung von Managergehältern aus. „Der Markt wird das schon regeln“, ist der allgemeine Leitspruch. Aber der Markt regelt diese Missstände eben nicht, sonst wäre es ja gar nicht erst zu der Krise gekommen. In der Schweiz hat die Großbank UBS, die erst vor kurzem durch Staatszuschüsse in Milliardenhöhe vor dem Zusammenbruch bewahrt werden musste, 1.7 Milliarden Franken (!) für Bonuszahlungen bereitgestellt. Und im Schweizer Bundesrat wurde beschlossen, dies tatenlos hinzunehmen, während die Volksseele kocht. Das ein ums andere Mal gebrauchte Argument: „Um gute Manager zu bekommen, muss man hohe Gagen bezahlen“.
Der Ausbruch der Krise beweist aber doch, dass die Bankmanager (zumindest viele von ihnen) diese unverschämt hohen Bezüge nicht verdienen. Entspräche die Qualität ihrer Leistung der Höhe ihrer Gagen und Bonuszahlungen, dann hätte es nie zu der Krise kommen dürfen. In Wahrheit erbrachten und erbringen diese Herrschaften in den meisten Fällen gar keine besonderen Leistungen, sie machen vielmehr einfach das, was alle anderen auch tun oder ihnen von Rating-Agenturen und Beraterfirmen empfohlen wird, ohne die Geschäfte und deren mögliche Entwicklung auch nur annähernd zu verstehen. Wie lange das die so genannte Öffentlichkeit noch hinnehmen wird, ist noch nicht abzuschätzen. Es wird sich jedoch etwas ändern müssen.

Banken sind Dienstleistungsunternehmen und haben folglich für die Kunden da zu sein, und nicht umgekehrt. Derzeit sieht es leider mehr danach aus, als wären der Staat und die Steuerzahler dazu da, das Luxusleben der selbstgefälligen Bankmanager zu finanzieren.

Irgendjemand hat einmal gesagt: „Nur ein dummer Verbrecher überfällt eine Bank, der gescheite eröffnet eine“. Hier und heute ist man versucht, dem zuzustimmen.

 

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