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31 März 2010

Ricky Martin: „Ich bin schwul“, Rest der Welt: „Was Du nicht sagst“

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ricky-martin Kennen Sie „She Bangs“ von Ricky Martin? Der vollständige Titel dieses Songs lautete „She Bangs, Although That’s Not Strictly Based On First-Hand Experience”.

Denn Ricky Martin ist schwul. Ich weiß, dass diese Nachricht für manche von Ihnen ziemlich überraschend kommt – etwa für diejenigen unter Ihnen, die keine Augen haben, und diejenigen unter Ihnen, die keine Ohren haben – aber es ist wahr.copyrightjps2010_2

Ricky Martin outete sich gestern auf seiner Website, wo er sich als „glücklichen homosexuellen Mann“ bezeichnete. Zumindest wird sich Ricky Martin keine Gedanken darüber machen müssen, wie seine Fans auf diese Nachricht reagieren. Nicht etwa, weil diese besonders aufgeschlossen und fortschrittlich sind, sondern weil nüchtern betrachtet seit ungefähr einem Jahrzehnt nicht mehr berühmt ist.

Es hat schon immer gewisse Zweifel an Ricky Martins sexueller Orientierung gegeben. Denken Sie nur einmal an „She Bangs“. In diesem Lied behauptete er, dass alle Mädchen, die je gelebt haben a) wie Blumen aussehen und b) wie Bienen stechen. Das ist von Grund auf falsch. Frauen verfügen weder über einen interabdominalen Giftsack noch über Stachel, weshalb sie nicht stechen können. Außerdem scheint Ricky Martin zu glauben, dass man eine Frau schwängern kann, indem man ihr Pollen über das Gesicht streut, was, streng wissenschaftlich betrachtet, völliger Unsinn ist.

Warum hatte Ricky Martin so gänzlich falsche Vorstellungen von weiblicher Biologie und Anatomie? Weil er insgeheim schon sein ganzes Leben lang schwul ist. Sicher, Ricky Martin hat im laufe der Jahre den einen oder anderen Hinweis in Bezug auf seine sexuelle Orientierung fallen lassen – zum Beispiel alles, was er je gesagt, alles, was er je getan, jedes Kleidungsstück, das er je getragen hat und das seltsame Interview, in dem er immer wider drauf zu sprechen kam, wie sehr er es liebt, auf Menschen zu urinieren – aber nun ist es endlich offiziell. Gestern verkündete Ricky Martin auf seiner Website:

„Ich bin stolz zu sagen, dass ich ein glücklicher homosexueller Mann bin. Es ist einwahres Glück, der zu sein, der ich bin...Viele Leute haben mir gesagt ‚Alles, was Du Dir im Laufe der Jahre erarbeitet hast, wird den Bach hinunter gehen.’ Dass ich mich von Angst und Unsicherheit beeinflussen ließ, führte zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung der Sabotage. Heute übernehme ich die volle Verantwortung für meine Entscheidungen und Taten. Heute ist mein Tag, das ist meine Zeit, und das ist mein Moment.“

Gut für Ricky Martin. Es mag vielleicht das am schlechtesten gehütete Geheimnis in der Geschichte der Menschheit gewesen sein, aber immerhin ist es jetzt heraußen. Hoffentlich wird sein Mut andere junge homosexuelle Männer dazu inspirieren, in seine Fußstapfen zu treten und sicherzustellen, dass auch sie jahrzehntelang eine ziemlich lächerliche heterosexuelle Charade aufrechterhalten, bis sie ganz sicher sein können, dass sie auch noch den allerletzten Cent aus ihrer Popkarriere herausgeholt haben und sich niemand mehr für sie interessiert.

Ich bin stolz auf Dich, Ricky Martin. Und ich bin gespannt, was die Zukunft bringen wird. Wenn Du schon als angeblich heterosexueller Künstler so schwul herübergekommen bist, wie wirst Du Dich dann erst als bekennender Schwuler präsentieren?

 

 

27 März 2010

Justin Bieber möchte Schauspieler werden, während sein Manager in den Knast wandert

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justin-bieber Die Fans von Justin Bieber sind verrückt. Sie sind die Verrücktesten unter den Verrückten. Wenn in ihrer Umgebung irgendjemand den Fehler begeht, die Worte „Justin“ und „Bieber“ hintereinander auszusprechen, geht ein Gekreische los, das innerhalb von Sekunden alle ungeschützten Trommelfelle zum Platzen bringt.

Wer nicht sofort die Flucht ergreift, läuft Gefahr von der rasenden Meute zerfleischt zu werden, während in einiger Entfernung junge Frauen das Spektakel beobachten und „One Time“ singen. In weiterer Folge kommt das Internet zum Erliegen, weil alle gleichzeitig auf Twitter darüber berichten möchten. Deshalb sollte die öffentliche Erwähnung dieses Namens unter Strafe gestellt werden.

Infolge dieser unbestreitbaren Tatsachen steht zu befürchten, dass weitere Neuigkeiten über Meister Bieber dazu führen werden, dass erneut unzählige Menschen Kreischanfälle bekommen und beim Versuch, Kommentare zu diesem Beitrag zu verfassen, in Ohnmacht fallen.

Also, haben Sie schon gehört, dass Justin Bieber Schauspieler werden möchte? Haben Sie gehört, dass sein Manager vielleicht ins Gefängnis muss, weil seine Fans allzu fanatisch sind? Haben Sie gehört, dass er sein Hemd und sein Leibchen ausgezogen hat und Bilder davon im Internet kursieren?

Also. Diese Schauspielerei. Der laufende Meter hat gesagt, dass er eine Karriere als Schauspieler ins Auge fasst. Er möchte in Filmen spielen, in denen er zweifellos so herzig sein wird, dass selbst Hundewelpen nicht anders können, als ihn mit Haut und Haaren aufzufressen. Justin Bieber soll demnächst in Saturday Night Live auftreten. Der Soundtrack zu dieser Episode wird sicher aus den Geräuschen junger Mädchen bestehen, die sich bei dem verzweifelten Versuch, das Weinen zu unterdrücken, ihre Lippen blutig beißen.

Der 16-jährige Sänger sagte:

„Die Schauspielerei ist etwas, das ich ausprobieren möchte. Ich werde eigentlich nie nervös.“

„Ich werde bei Saturday Night Live auftreten, und ich möchte einige Sketches spielen, so wie Justin Timberlake, Rihanna und Beyonce vor mir.“

„Ich habe keine Angst davor, lächerlich zu wirken und mich über mich selbst lustig zu machen.“

Während unser lieber Justin seinen Oscar-Träumen nachhängt, sitzt sein Manager in einem abgedunkelten Raum und macht sich in die Hose.

Genau! Nur wegen Euch, den verrückten Fans, wurde Scott ‚Scooter’ Braun in New York City im Zusammenhang mit „Fanausschreitungen“ verhaftet.

Was war passiert? Verrückte Fans strömten in ein Einkaufcenter, um bei einem Auftritt/Meet and Greet mit Justin Bieber dabei zu sein. Leider kamen gar zu viele, weshalb die ganze Aktion abgeblasen werden musste.

Anstatt auf die Leute zu hören, die auf der Veranstaltung arbeiteten, schrieen und kreischten die Fans als gäbe es kein Morgen. Die rabiaten Fans wollten nur auf Justin Bieber (oder jemanden aus seinem Umfeld) hören. Deshalb wurde sein Manager angeblich gebeten, den Anwesenden via Twitter die Gründe für die Absage mitzuteilen.

Angeblich soll er sich geweigert haben. Die nicht zu beruhigenden Fans richteten jedenfalls in der Mall enorme Schäden an. Verrückte Bande. Braun muss sich nun wegen rücksichtsloser Allgemeingefährdung und Erregung öffentlichen Ärgernisses vor Gericht verantworten. Dank der „lieben“ Fans könnte er eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr ausfassen.

Sollte er wirklich hinter Gitter wandern, wäre es eine nette Geste der Fans, sich vor dem Fenster seiner Zelle zu postieren und in einem fort zu kreischen. Das würde ihm sicher gefallen.

P.S.: Um sich selbst ein Bild von der Verrücktheit der Fans von Justin Bieber zu machen, sehen Sie sich bitte den folgenden Clip auf YouTube an.

 

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Justin Bieber geht auf Tour! Kreisch!!

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24 März 2010

Justin Bieber geht auf Tour! Kreisch!!

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justin-bieber Sind sie ein achtjähriges Mädchen, das es liebt, jedes Mal zu kreischen wie Kinder in einem brennenden Waisenhaus, wenn es begeistert ist?

Sie sind? Dann wird das die beste Nachricht sein, die Sie in Ihrem bisherigen Leben erhalten haben. Justin Bieber – die 16 Jahre alte Popsensation, die abhängig von Geschmack und Geisteszustand des Betrachters entweder wie Zac Efrons jüngerer Bruder oder eine jener dauergrinsenden, kulleräugigen Hüllen aussieht, in die die Maschinen ihre Killerroboter einbauen werden – geht auf Tournee! Aufregend! Justin Bieber!copyrightjps2010_2

Es ist Justin Biebers erste Tour als Headliner. Zwar ist die Setlist noch nicht bekannt, aber ich hoffe doch, dass Justin Bieber diese Tour nützen wird, um all seine Songs vorzutragen, die von Dingen handeln, die junge Leute heutzutage so mögen – wie etwa den Song übers Twittern, den über Xbox Live, oder den, in dem es ums veröffentlichen selbstgemachter Photos auf Facebook geht, oder auch den, in dem jemand durch den Wald spaziert und eine Reisetasche voller Pornos findet.

Man muss sich der Tatsache stellen – Justin Bieber ist momentan vermutlich der größte Star auf Erden. Er ist größer als die Jonas Brothers, denn die sind mittlerweile so alt, dass sie genauso gut tot sein könnten. Er ist ein größerer Star als Lady GaGa, denn wäre sie noch älter, dann wäre sie Angela Lansbury, und er ist größrer als Robert Pattinson, denn der ist ein übelriechender Landstreicher, der ungefähr eine Million Jahre alt ist.

Aber Justin Bieber ist der perfekte Star – er ist jung, er ist fesch, er hat eine coole Frisur, er singt Lieder über Textnachrichten...eigentlich ist das alles, was Justin Bieber zu bieten hat. Aber das hat sämtliche Teenagermädchen weltweit nicht davon abgehalten, die Wände ihre Zimmer zentimeterdick mit seinen Postern zu tapezieren. Ja, sämtliche Teenagermädchen, sogar diejenigen, die wirklich arm sind und kein Zimmer haben und nicht einmal wissen, wer Justin Bieber ist. Das zeigt, wie angesagt Justin Bieber zurzeit ist.

Und deshalb ist die Ankündigung, dass Justin Bieber demnächst zu seiner allerersten Headliner-Tournee auf dem amerikanischen Kontinent aufbricht, so eine große Sache. Millionen kleiner Mädchen machen sich schon vor Freude in die Hose. Die New York Daily News berichtet:

Justin Bieber, die Teeny-Popsensation, ist auf seiner „My World“-Tour erstmals als Headliner unterwegs. Das Vorprogramm wird R&B-Sänger Sean Kingston bestreiten. Bieber, 16, wird Songs aus seinem zweiten Album „My World 2.0“ zum Besten geben. Davor wird er am 22. und 23. März bei „The View“ singen, das erste Mal, dass ein Musiker an zwei aufeinander folgenden Tagen im Tagesprogramm des Fernsehens auftritt.

Das sollte man (und frau) sich nicht entgehen lassen. Wenn nicht alles täuscht, wird dies die einzige Chance sein, Justin Bieber live zu sehen, ehe er in die Pubertät kommt, von seiner Plattenfirma gefeuert wird, weil er zu alt ist, und ein kaum beachtetes, unter Drogeneinfluss geschriebenes und selbst produziertes Konzeptalbum aufnimmt, in dem es vordergründig um die kulturelle Vereinnahmung indigener Regenwaldvölker geht, das aber in Wahrheit eine Sammlung schockierend verbitterter Lieder ist, die davon handeln, wie sehr er die Welt hasst, seit er nicht mehr so berühmt ist wie er einst war.

Außerdem ist Justin Bieber so ziemlich der einzige 16-jährige Popstar auf Erden, der weder verlobt ist noch öffentlich verkündet hat, keinen Sex vor der Ehe haben zu wollen. Na dann viel Spaß!

 

14 März 2010

Lady GaGa Beyonce Telephone Video: Die 10 besten Stellen

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ladygaga-beyonce Lady Gaga hat eben das lange erwartete Video zu „Telephone“, ihrer neuen Single, veröffentlicht. „Na und?“, werden Sie sich vielleicht fragen.

Sie werden es sich nicht ansehen. Sie werden Lady GaGa und Beyonce nicht dabei zusehen, wie sie darüber singen, wie sehr sie Telefone mögen, denn das Video ist neuneinhalb Minuten lang. Neuneinhalb verdammte Minuten! Schließlich sind Sie sehr beschäftigt und können nicht neuneinhalb Minuten lang auf einem Fleck sitzen und sich nur mit einer Sache beschäftigen, selbst wenn diese Sache ein Video ist, in dem Lady GaGa und Beyonce über tolle Telefone singen. Dafür ist Ihr Leben einfach zu kurz.copyrightjps2010_2

Deshalb mache ich Ihnen einen Vorschlag. Ich werde mir das Video zu „Telephone“ mit Lady GaGa und Beyonce für Sie ansehen und Ihnen gleich nach der Werbung die 10 besten Stellen zeigen.

Nur für den Fall, dass Sie neuneinhalb Minuten Ihrer kostbaren Zeit opfern können – weil Sie arbeitslos sind oder sich gerade über das Ende einer Beziehung hinwegtrösten müssen – möchte ich Ihnen zuerst das komplette „Telephone“-Video mit Lady GaGa und Beyonce zeigen.

Wow! Das waren fantastische neuneinhalb Minuten, oder etwa nicht? Es ist in Ordnung, Sie müssen diese Frage nicht beantworten – ich weiß, dass Sie zu beschäftigt sind, um fast zehn Minuten lang einer Frau mit seltsamen Augenbrauen zuzuschauen, die sich in Unterwäsche vor der Kamera Unfug treibt. Aber nur für den Fall, dass zufällig einmal die Sprache darauf kommt und Sie nicht wie ein völliger Ignorant dastehen möchten, zeige ich Ihnen nun die 10 besten Stellen aus dem Lady GaGa/Beyonce-Video mit dem Titel „Telephone“...

LADY GAGA/ BEYONCE TELEPHONE VIDEO BESTE STELLE 1 – 1:29

Lady Gaga trägt hier eine Sonnenbrille bestehend aus brennenden Zigaretten. Eines ist sicher: sie liebt es herumzualbern!

LADY GAGA/ BEYONCE TELEPHONE VIDEO BESTE STELLE 2 – 1:56

Lady GaGa im Infight mit Christian Slater. Oder einer Lesbe. Das kann man heutzutage so schwer auseinander halten.

LADY GAGA/ BEYONCE TELEPHONE VIDEO BESTE STELLE 3 – 2:09

Wow! Kinder aufgepasst, Lady GaGa telefoniert mit VIRGIN MOBILE! Falls es etwas gibt, das Lady GaGa mehr liebt als Aufsehen zu erregen, dann ist es großartiger Mobilfunktarif zu einem niedrigen, niedrigen Preis! Ehrlich, es ist nichts GAGA daran, einen kostengünstigen Mobilfunkvertrag haben zu wollen.

LADY GAGA/ BEYONCE TELEPHONE VIDEO BESTE STELLE 4 – 3:34

So ist es richtig, Madonna, BEIDE DAUMEN NACH OBEN für Virgin Mobiles günstigen Tarif und das zuverlässige Service für bestehende wie zukünftige Kunden! Ich stimme voll und ganz zu!!

LADY GAGA/ BEYONCE TELEPHONE VIDEO BESTE STELLE 5 – 4:16

Jetzt reicht es aber, Lady GaGa! Schön langsam kapiert es selbst der letzte Trottel, dass Du Virgin Mobile liebst.

LADY GAGA/ BEYONCE TELEPHONE VIDEO BESTE STELLE 6 – 4:56

Hier sehen wir Beyonce, wie sie zornig in ein Sandwich beißt. Sie hat wahrscheinlich erkannt, dass es Lady GaGa mit dem Product Placemant übertrieben hat, und fürchtet, dass, sollte es ihr nicht Gelingen, rasch das Thema zu wechseln, Richard Branson anrufen und sie beide zur Schnecke machen wird. Aber was kann Beyonce bloß tun, damit die Leute nicht mehr an Virgin Mobile denken?

LADY GAGA/ BEYONCE TELEPHONE VIDEO BESTE STELLE 7 – 5:59

Genau. Da hätte ich früher draufkommen können.

LADY GAGA/ BEYONCE TELEPHONE VIDEO BESTE STELLE 8 – 6:20

Was hat das zu bedeuten, Lady Gaga? Das Netz von Virgin Mobile ist so stark und zuverlässig, dass man eine glasklare Verbindung hat, selbst wenn man nur Salat oder, wie der Mann ganz links demonstriert, zwei Baguette anstatt eines Telefons zur Verfügung hat? Das ist beachtlich! Virgin Mobile muss wirklich über eines der weltweit besten Netze verfügen.

LADY GAGA/ BEYONCE TELEPHONE VIDEO BESTE STELLE 9 – 7:31

Ups! Beyonce ist soeben eingefallen, dass das hier ein Musikvideo sein soll und nicht ein überlanger Werbespot für einen bestimmten Mobilfunkanbieter. Aber kein Grund zur Sorge. Falls Lady GaGa und Beyonce sich am Ende des Videos mehr oder weniger spaßige Kostüme anziehen und vor der Kamera herumalbern wie ein paar Zwölfjährige auf einer Pyjama-Party, dann wird sich niemand mehr an die schamlose Reklame erinnern.

LADY GAGA/ BEYONCE TELEPHONE VIDEO BESTE STELLE 10 – 9:01

Gut gemacht, Mädels. Gut gemacht.


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05 März 2010

Justin Bieber ist 16! Juhuu!!

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justin-bieber-300 Können Sie sich noch an die Zeit erinnern als die alten Idioten The Jonas Brothers sehr beliebt waren? Ui, die waren ja so alt und unansehnlich.

Nicht wie Justin Bieber. Justin Bieber hat alles. Den Sound von Chris Brown. Die Frisur von Aaron Carter, bevor dieser in Schwierigkeiten geriet. Das engelsgleiche Gesicht und den unbehaarten Körper von Pinocchio, wäre Pinocchio von einem glupschäugigen Pädophilien mit schweißnassen Händen geschnitzt worden. Und vor kurzem wurde Justin Bieber 16. Was hat das zu bedeuten? Wenn kümmert das schon, es ist Justin Bieber!

Ehrlich, Justin Bieber ist gerade so angesagt. Er lässt Robert Pattinson aussehen wie einen schlaksigen, ungewaschenen Langweiler mit einem beschi**enen Haarschnitt. Was er ja auch tatsächlich ist, aber lassen wir das einmal. Justin Bieber! Justin Bieber, juhuu!

Falls Sie keine Ahnung haben, wer Justin Bieber ist, dann bedeutet das wahrscheinlich, dass Sie alt sind. Und mit alt meine ich, dass Sie über 12 sind und Songs mögen, die nicht nur von SMS und Handytelefonaten handeln. Aber obwohl Sie nicht wissen, wer Justin Bieber ist – weil Sie die Schule abgeschlossen und behaarte Achseln haben und sich an ein Leben vor dem Internet erinnern können -, werden sie es aller Wahrscheinlichkeit nach bald tun. Denn Justin Bieber wird schon in naher Zukunft überall sein. Wie eine Actionfigur von Zac Efron im Kleinkindalter oder eine schrille, an einen rasierten Hund erinnernde Version von Justin Timberlake wird er Ihnen von Plakatwänden, aus Fernsehen und Radio entgegenspringen.

Sehen sie selbst. Hier ist ein Musikvideo von Justin Bieber, nur als Warnung, damit alle wissen, womit wir es zu tun haben...

Wie lange haben Sie sich das Video angesehen? Bis zu der Stelle, an der Justin Bieber zum ersten Mal seinen Zeigefinger hebt und ihn anstarrt, als hätte er ihn eben in einen Hundehaufen gesteckt und wüsste nicht, was er nun tun soll? Weiter habe ich es auch nicht geschafft.

Da Sie nun ebenfalls wissen, wer er ist, darf ich Ihnen mitteilen, dass der vergangene Montag ein wichtiger Tag für Justin Bieber war. An diesem Tag wurde er 16 Jahre alt. Justin Bieber ist nun alt genug, um den Führerschein zu machen und sich für American Idol anzumelden, und er ist nur mehr fünf kurze Jahre davon entfernt, sich in allen amerikanischen Bundesstaaten legal betrinken zu dürfen. Letzteres wird er auch tun müssen, um den unvermeidlichen Kummer zu ertränken, der daher rührt, dass seine Nanosekunde der Berühmtheit schon so lange vorüber ist und er sich langsam in eine armselige Kopie von Leif Garrett verwandelt. Hurra! Das hatte ShowbizSpy über Justin Biebers Geburtstag zu berichten:

Justin Bieber ist sechzehn! Biebers Geburtstagsfeiern begannen letztes Wochenende mit einer drei Tage dauernden Party in Los Angeles. Zu den Vergnügungen zählten Sumoringen, Basketball, Paintball und andere Aktivitäten. Am Vorabend seines Geburtstages fand Bieber Zeit seinen Millionen Fans via Twitter zu danken. Er sagte, „Umgeben von großartigen Freunden und mein Geburtstag ist fast da. Dank an alle für die Glückwünsche.“

Ist das nicht lieb? Aber Justin Bieber soll ja nicht den Fehler begehen, sich allzu sehr auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Er ist jetzt 16 und wird nicht jünger. Früher oder später wird irgendjemand jüngerer – vermutlich ein Baby in einer Kapuzenjacke oder ein Spermium in einem Reagenzglas – daherkommen und ihm seine Fans abspenstig machen. Und überhaupt, 16? In diesem Alter haben andere zumindest schon einige Photos, die sie leicht bekleidet zeigen, auf MySpace veröffentlicht oder zusammen mit dem Vater bei einem peinlichen fast-nackt Photoshooting für ein Hochglanzmagazin mitgewirkt. Höchst an der Zeit, dass Du etwas Ähnliches machst, Justin! Du warst ja noch nicht einmal schwanger, nicht ein Mal! Für was für eine Art von Teeny-Star hält sich dieser Junge eigentlich?

 

08 Januar 2010

Lady GaGa: Wie man trotz großen Erfolgs Geld verliert

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Lady GaGas einmaliger Auftritt bei „X Factor“, der britischen Variante von „Das Supertalent“, schlug mit rund € 60.000 für eine riesige Badewanne, die für ihre Show an diesem Abend offenbar unentbehrlich war, zu Buche.

Und diese art von Extravaganz fängt nun langsam an, sich sehr negativ auf ihren Kontostand auszuwirken.

Der nordamerikanische Teil ihrer Tournee macht enorme VERLUSTE, und dass, obwohl jedes der Konzerte restlos ausverkauft ist.

Die jüngste Durchsicht der Abrechnungen ergab, dass die Ausgaben die einnahmen um beachtliche € 2,2 Millionen übersteigen.

Wie gerne hätte ich die „Poker Faces“ der Buchhalter ihrer Plattenfirma gesehen, als sie diese Rechnungen zu verbuchen hatten.

Jemand aus dem Umfeld der „Künstlerin“ erklärte: „Die Konzerte verlieren vorne und hinten Geld, weil Unsummen für Kostüme, Technik und Bühnenaufbauten ausgegeben werden. Sie hat € 550.000 allein für eine Bühne ausgegeben. Aber Lady GaGa bekommt was sie will. Sie hat unzählige Kostüme und sie will schockieren – und das kostet einfach enorm viel Geld.“

Ihre Tour, die sie im Februar nach Europa führt, lässt ihre bisherigen Extravaganzen wie Schultheateraufführungen erscheinen.

Lady GaGa selbst bezeichnet ihre Shows als „prahlerisch und Über-drüber“ – und sie übertreibt nicht.

Aber sind Kostüme mit angenähten Schusswaffen und Katzenanzüge ausgestattet mit „Knochen“ wirklich notwendig?

Ihr Sprecher dazu: „Ich kann keine genauen Zahlen nennen, aber es wäre keine Überraschung. GaGa investiert alles in ihre Live-Shows und sie kümmert sich nicht um finanzielle Belange.“ Aber er räumt ein: „Ich möchte nicht mit ihrem Buchhalter tauschen.“ Normalerweise verdienen heutzutage Musiker mit den Tourneen das große Geld – die Verkaufzahlen der Alben leiden darunter, dass die Fans die Musik untereinander austauschen.

U2 zum Beispiel kostet ihre gerade laufende 360° Tour rund € 550.000 pro Tag, selbst wenn sie nicht spielen. Hauptverantwortlich dafür ist die riesige Bühne, genannt „The Claw“. Dennoch schaffen sie es, Gewinne einzufahren.

Rapper wie Jay-Z haben es da natürlich leichter - sie brauchen nur ein Paar Jeans und neue Sportschuhe.

Und erst Rod Stewart! Der muss nur bei jedem Auftritt einige Bälle ins Publikum kicken.

Es schein fast so, als wolle Lady GaGa in die Fußstapfen der Supergruppen der 70-er Jahre wie Emerson, Lake and Palmer treten, die von Mal zu Mal größere Tourneen auf die Beine stellten, bis sie irgendwann unter den finanziellen Belastungen zusammenbrachen. Wird sich Lady Gaga rechtzeitig einbremsen können?

 

18 Dezember 2009

David Bowie: Das „schwulste“ Album aller Zeiten!

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photo-david-bowie David Bowie führt doch etwas überraschend mit seinem Klassiker „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ aus dem Jahre 1972 eine jüngst veröffentlichte Liste der „schwulsten“ Alben aller Zeiten an. Er setzte sich damit unter anderem gegen das Debutalbum von Tracy Chapman und The Smiths durch.

Das Album „The Innocents“ von Erasure aus dem Jahre 1988 landete auf Rang 13, George Michaels „Faith“ wurde auf Platz Nummer 15 der „schwulsten“ Alben aller Zeiten gewählt.

Die Umfrage wurde vom bekannten Gay-Magazin „Out“ veranstaltet, das zu diesem Zweck von über 100 homosexuellen Schauspielern, Komikern, Musikern, Autoren, Kritikern, DJs, Performancekünstlern und Angestellten von Plattenfirmen wissen wollte, welches denn die zehn wichtigsten Alben in ihrem Leben wären. copyrightjps

Befragt wurden unter anderem: Boy George, Rufus Wainwright, Cyndi Lauper, Perez Hilton, Jake Shears, John Cameron Mitchell, Wilson Cruz, Junior Vasquez und Janis Ian.

Hier nun die kompletten Top Ten der „schwulsten“ Alben aller Zeiten:

1. David Bowie: The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars (1972)
2. The Smiths: The Smiths (1984)
3. Tracy Chapman: Tracy Chapman (1988)
4. Indigo Girls: Indigo Girls (1989)
5. Judy Garland: Judy at Carnegie Hall (1961)
6. The Smiths: The Queen Is Dead (1986)
7. Elton John: Goodbye Yellow Brick Road (1973)
8. Madonna: The Immaculate Collection (1990)
9. Cyndi Lauper: She's So Unusual (1983)
10. Antony and the Johnsons: I Am a Bird Now (2005)

Nur, was macht ein Album “schwul”? Ist es allein der Umstand, dass es von Schwulen gemocht wird, oder hat „schwule“ Musik vielleicht eine besondere Charakteristik? Muss der Künstler schwul oder zumindest bisexuell sein? Was ist „schwule“ Musik? Gibt es so etwas überhaupt?

Womit könnten all die Zeitschriften und Online-Magazine gefüllt werden, wenn es keine Umfragen, Studien und Listen gäbe? Es lässt sich ja alles so wunderbar kategorisieren und bemessen…

 

13 Dezember 2009

Die Oberflächlichkeit der aktuellen Popmusik am Beispiel von Shakira

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Gegenwärtig scheint die Musikindustrie vor allem von weiblichen Popstars nicht mehr zu erwarten als gutes Aussehen und die Bereitschaft, sich vor der Kamera auf seltsame Art und Weise zu verrenken. Gesangliche Fähigkeiten, die den Zuhörer nicht gleich an ein sterbendes Tier denken lassen, sind von Vorteil, aber nicht unbedingt erforderlich, wenn man zum Beispiel an die „Live“-Auftritte von Britney Spears denkt.copyrightjps

Die momentan herausragendsten und erfolgreichsten Vertreterinnen dieses neuen weiblichen Popstar-Typs dürften – neben der allgegenwärtigen und mediengeilen Lady GaGa – Beyonce und Shakira sein. Von der unterschiedlichen Tönung der Haut einmal abgesehen, könnten die beiden Klone sein, was besonders in den Videos deutlich wird. Beide führen da seltsame Verrenkungen auf, die bisweilen an Veitstanz oder andere Bewegungsstörungen erinnern. Die eine zuckt ein wenig mehr, die andere lässt etwas mehr die Hüften kreisen. Die Lieder sind vor allem textlich so dümmlich und oberflächlich, dass man sich schämen muss, sofern man sich die Mühe macht, aufmerksam zuzuhören. Hier gilt scheinbar die Devise: So lange es sich nur reimt, ist es ein gutes Lied. Shakira ist wenigstens so ehrlich und hat diese Herangehensweise an das Texten öffentlich zugegeben. Als mündiger Musikfreund, der nicht einfach auf die oberflächlichen Reize der Konsumerotik hereinfällt, sollte man schon etwas mehr erwarten dürfen. Der große Hank Williams hat einmal gesagt: „Ein Lied ist nichts anderes als ein Geschichte mit Musik dazu.“ Wer nichts zu sagen hat, sollte lieber Instrumentalmusik machen. Aber die verkauft sich ja nicht so gut...

Deshalb werden wir wohl auch weiterhin mit textlichen Meisterleistungen wie: „SOS, sie ist verkleidet, SOS, sie ist verkleidet, da ist eine Wölfin in Verkleidung, sie kommt heraus, sie kommt heraus, sie kommt heraus“ abfinden müssen.

Hat der Künstler kein Talent, dann wird aus einer nicht ganz dummen Idee „She Wolf“. Verfügte Shakira hingegen über das Talent eines Warren Zevon, dann hätte daraus ein Klassiker im Stile von „Werewolves of London“ werden können. Bleibt nur zu hoffen, dass sich endlich wieder einmal ein paar echte Künstler der Popmusik annehmen.

 

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03 November 2009

Britney Spears – „3“, ihr schwächster Song seit langem

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Seit einigen Tagen ist die aktuelle Single von Britney Spears überall zu hören – und wird anscheinend auch in großen Mengen verkauft. „3“ ist das obligatorische neue Lied, mit dem das obligatorische vorweihnachtliche „Greatest Hits“- Album angekündigt wird. Leider klingt die Nummer so, als würde Mickey Mouse ein Kinderlied zum Besten geben (was ja nicht ganz unangebracht erscheint, wenn man bedenkt, wo Britney ihre Karriere begonnen hat), das findige Produzenten dann mit einem computergenerierten Rhythmustrack unterlegt haben, damit es nicht ganz so peinlich wirkt.
Wahrscheinlich wird „3“ trotzdem ein großer Erfolg, da sich viele Leute für das mehr oder minder erotische, „Crazy Horse“/Aerobic-artige video begeistern werden. Britney Spears sollte vielleicht in Zukunft das Singen bleiben lassen und lieber mit einer erotischen Tanzrevue durch die Lande ziehen. Sehen und hören Sie selbst!copyrightjps

 

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23 September 2009

Style Over Substance

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Sind Kleidung und Auftreten heutzutage wirklich wichtiger als die Musik?

Wenn man bedenkt, wen es in letzter Zeit an die Spitze der Hitparaden gespült hat, dann muss diese Frage wohl (leider!!) mit einem Ja beantwortet werden. Natürlich gab es solche Produzenten von Gefälligkeitspop auch schon in früheren Zeiten, aber niemand hätte in den 60-er Jahren die Monkees mit den Beatles oder Pink Floyd auf eine Stufe gestellt, während heute Lady GaGa oder Katy Perry, um nur zwei zu copyrightjps nennen, nicht nur für Popstars, sondern allen Ernstes für Künstler gehalten werden.

Diese bedenkliche Entwicklung hat selbstverständlich nicht erst in den letzten paar Jahren eingesetzt, sondern bereits Anfang der 1980-er Jahre mit dem Start des damals revolutionären TV-Musiksenders MTV begonnen. Da zu der Zeit kaum jemand Musikvideos produzierte, wurde einfach alles gesendet, was man auftreiben konnte, ein Umstand der so manche Karriere beflügelt hat, man denke nur an den sensationellen Erfolg von Michael Jackson, der ohne MTV nicht möglich gewesen wäre. Leider war ab diesem Moment die Musik nicht mehr so wichtig wie die Künstler, die ihm Video zu sehen waren, was unter anderem zu der geschmacklichen Entgleisung des 80-er Jahre Hairspray-Metal und dem Skandal um „Milli Vanilli“ geführt hat. Aber das war leider noch nicht das Schlimmste. Da die Ästhetik der Musikvideos mit ihren hektischen Schnittfolgen und oft handgehaltener Kamera bei jugendlichen gut ankamen und bald über Action-Filme Eingang in den Mainstream fand, begann sich die Werbeindustrie für diese form visueller Gestaltung zu interessieren. Innerhalb kürzester Zeit waren kaum mehr Unterschiede zwischen Musikvideos und Werbeclips für Sportschuhe, Softdrinks, oder andere speziell für Jugendliche gedachte Produkte wahrnehmbar, was dazu führte, dass man dazu überging, Musik als ein Produkt wie jedes andere anzusehen und ebenso zu vermarkten. Von da an stellte sich nicht mehr die Frage, ob jemand singen oder gute Lieder schreiben kann, sondern alles drehte sich nur noch um die Vermarktbarkeit der Person. Etwa um diese Zeit begannen auch die unerträglichen Boygroups wie Schwammerl aus dem Boden zu sprießen.


Und seither ist es noch schlimmer geworden. Zwar findet ab und zu noch ein echter Künstler den Weg ins Rampenlicht, und alle heiligen Zeiten gibt es ein wirklich originelles Video zu bestaunen, aber im Großen und Ganzen wird jeder, der es schafft, irgendwie auf sich aufmerksam zu machen, in ein Tonstudio und dann vor die Videokamera gezerrt, in der Hoffnung, den neuen Superstar gefunden zu haben. Selbst Paris Hilton hat ja schon ein Album „besungen“. Und was kommt heraus, wenn man solche Schönheiten, Ausgeflippte oder mit sonstigen Maschen, z.B.: Beleidigungen in der Art von Eminem, in das Scheinwerferlicht drängenden Personen unter Vertrag nimmt? „Konsumerotik“ a la Madonna, Britney Spears, Kylie Minogue, Lady GaGa. Mit enormem technischem Aufwand wird etwas produziert, das Musik sein soll, aber ohne jede Substanz ist und wie ein überlanger Werbejingle klingt. Wenn der Konsument oder Fan Glück hat, absolviert der Künstler dann auch noch „Live“-Auftritte, wobei er oder sie natürlich nicht singt. Warum irgendjemand 100$ und mehr für ein Konzertticket bezahlt, um dann Musik von der Harddisc zu hören und einer ausstrahlungs- und talentfreien Person dabei zuzusehen, wie sie leicht bekleidet über die Bühne torkelt, was heutzutage als Tanzen gilt, bleibt ein ewiges Rätsel.

Und dann wundern sich die Plattenfirmen, dass ihre Umsätze ständig sinken und immer weniger Leute bereit sind, für den Kommerzmist der heute die Hitparaden dominiert, Geld auszugeben. Natürlich lädt man sich die Hits, wenn man sie denn haben muss, irgendwo gratis herunter. Tokio Hotel, Lady GaGa und Konsorten sind keine Stars und nie und nimmer Künstler, sondern der Anfang vom Ende der Popmusik.

 

18 September 2009

Lady GaGa ist kein Star!

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Aus dem Fernsehen, aus dem Radio, von den Titelseiten der Zeitschriften, von überall springt einem Lady GaGa entgegen. Sie scheint momentan allgegenwärtig zu sein. Aber macht sie das schon zu einem Star? Nein! Sie ist lediglich das Produkt perfekter Publicity, ein aufgeblähtes Nichts. Und die Publicity-Methoden sind fast ausnahmslos bei Madonna abgeschaut.

SPL104222_007 Lady GaGa ist keine attraktive Frau. Wenn man sie genauer betrachtet erinnert sie mehr an einen grell geschminkten Transvestiten. Ihre Nase ist zu groß, das Gesicht insgesamt nicht schön. Deshalb scheint sie auch alles zu unternehmen, um durch auffälligste Haarkreationen und knappe Bekleidung von ihrem Gesicht abzulenken. Mangelnde Attraktivität wäre kein Problem, wenn sie wenigstens Ausstrahlung hätte... (Nein, grelles Auftreten allein ist keine Ausstrahlung.)

Ihre mal an Badeanzüge, mal an Dominas, dann wieder an ganz anderes erinnernden Kleidungsstücke erwecken allesamt den Eindruck, als seien sie bei von Madonna oder Kylie Minogue ausgemustert worden. Das Haar schreit in einem fort „Perücke!“, das Make-up würde besser in den Zirkus passen.

Es wird gerne behauptet, Lady Gaga sei eine große Künstlerin. Wie man zu diesem Schluss kommen kann, bleibt ein Rätsel. Nicht jeder ist automatisch ein Künstler, nur weil er oder sie in der Lage ist, am Computer ein paar simple Rhythmen und am Synthesizer einige mehr oder minder originelle Sounds zusammenzubasteln. In diesem speziellen Fall nennt sich das Ergebnis „soulless electronic pop“ (sie selbst la_gaga__o bezeichnet ihre „Musik“ so) und erinnert sehr stark an den Eurodance der frühen 90-er Jahre, nur leider ohne interessante Melodien. Die Dame kann nämlich nicht singen. Verglichen mit Lady GaGa ist selbst eine so mäßig begabte Person wie Madonna eine Meistersängerin.

Lady GaGa ist weder sonderlich originell, noch kann sie gut singen, auch das Tanzen scheint nicht ihr Metier zu sein - schließlich stöckelt sie mehr oder weniger unbeholfen auf der Bühne herum -, einzig und allein Theater um ihre Person versteht sie zu machen. Darin ist sie übrigens einer Blondine namens Paris sehr ähnlich. Hätte die weltbekannte Erbin aus einer Hotelier-Familie nicht selbst schon ein paar Lieder veröffentlicht, würde es sich geradezu aufdrängen, Frau GaGa als „Paris Hilton der Popmusik“ zu bezeichnen.

P.S.: Ein kleines Rezept:

Man nehme 80% Madonna, minus der Reste an Originalität, über die diese noch verfügt, addiere 20% Peaches, ohne deren Unverfrorenheit und Unbeschwertheit, und, voilà, heraus kommt Lady GaGa.


 

07 Juli 2009

Der “King of Pop” ist tot! – Es lebe die Geschäftemacherei!

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michael-jackson Wie bei jedem „Großereignis“ in unseren Tagen üblich, ist auch nach dem Tod von Michael Jackson sofort die Vermarktungsmaschinerie auf Hochtouren angelaufen. Schon Minuten nach dem Bekanntwerden seines Ablebens haben die ersten Autogrammhändler die Preise für signierte Photos auf das vier- bis fünffache angehoben und die Souvenirhändler haben begonnen, ihre Lager zu entrümpeln und alles auf den Markt zu werfen, was nur irgendwie in Zusammenhang mit dem „King of Pop“ gebracht werden kann. Jeder, der irgendwelche Michael-Jackson-Produkte anzubieten hat, freut sich über den Tod des „King of Pop“ wie über einen Lotto-Sechser und kalkulieren schon die fetten Gewinne. (Es scheint fast, als hätte so mancher auf ein baldiges Ableben des ehemaligen Popsuperstars gehofft).

Auch die Plattenfirma und die Download-Portale reiben sich die Hände, denn seine Alben und Lieder verkaufen sich plötzlich wieder prächtig. Offensichtlich überwinden viele, die seiner Musik bisher nichts abgewinnen konnten, ihre Abneigung und erliegen dem Wahn, etwas erwerben zu müssen, nur weil der Künstler nicht mehr unter den Lebenden weilt. (Echte Fans können ja wohl kaum unter den Käufern sein, denn die müssten die Alben schon längst ihr Eigen nennen.) und es steht zu befürchten, dass wie in vielen ähnlichen Fällen – man denke etwa an Jimi Hendrix – bald alles was an Demos, Livemitschnitten und sonst unveröffentlichtem Songmaterial vorhanden ist und aufgrund mangelnder Qualität nicht das Licht der Öffentlichkeit erblickt hat, auf die kauf- und sensationslüsterne Allgemeinheit losgelassen wird.

Überhaupt kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die wenigsten – nicht einmal die Fans – wirklich trauern. Man schein t sich eher zu freuen, dass der in den letzten Jahren nicht mehr sonderlich erfolgreiche Michael Jackson nun keine weiteren negativen Schlagzeilen mehr liefern kann und wieder in einem Maße im Mittelpunkt des Interesses steht, wie es ihm als Lebendem wohl nie mehr beschieden gewesen wäre. Außerdem bietet sich den Fans vor Ort die Gelegenheit zur Selbstdarstellung vor Kameras aus aller Welt (wer wird sonst schon gefilmt, nur weil er Karten für ein Event ergattert hat?) und die Chance, in der Nähe eines Großereignisses zu sein, über das lange im Gedächtnis bleiben wird. Wer hat es nicht gerne, sagen zu können: „Ich war dabei.“ Und im Umfeld des Verstorbenen sieht mancher nach Jahren ständig sinkender Einnahmen die Chance auf den großen Reibach.

Nicht einmal die engste Familie scheint zu trauern, denn es hat ganz den Anschein, als wäre der Streit um das Erbe und die weitere Vermarktung der „Geldmaschine“ des Jackson-Clans voll entbrannt. War er für die Familie wirklich nicht mehr als „die Gans, die goldene Eier legt“?

Die Trauerfeierlichkeiten im Staples Center werden aller Voraussicht nach wenig mit echter Trauer zu tun haben, sondern der Selbstdarstellung der auftretenden Künstler, von denen so mancher seine besten Zeiten schon lange hinter sich hat und offenbar wieder Aufmerksamkeit erwecken möchte, dienen. Außerdem wird versucht, mit der Übertragung neue Zuschauerrekorde aufzustellen, verfällt also demselben Größenwahn, der auch zum Niedergang von Michael Jackson beigetragen hat. Und in einigen Wochen gibt es sicherlich das Live-Album und die DVD zu kaufen...


Als echter Fan sollte man sich dem Hype um die Trauerfeierlichkeiten und die Beerdigung und die damit verbundene Geschäftemacherei verweigern und lieber zu Hause ein Album des Verstorbenen auflegen – am besten „Off The Wall“, das eine Frische und ein Selbstvertrauen erkennen lässt, die den nachfolgenden Alben fehlen, und auch noch völlig frei von Größenwahn ist – und still und besinnlich des verehrten Künstlers gedenken.



29 Juni 2009

Michael Jackson ist tot – Nachruf eines Nicht-Fans

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Teile der Weltbevölkerung, die sich für die ganze Welt halten, trauern um Michael Jackson. Sollen Sie ruhig. Wer seine zugegebenermaßen einfach gestrickte Musik und die zumeist banalen Texte gemocht hat (und noch mag) und der Ansicht ist, dass für einen Musiker die Fähigkeit zu tanzen – in dieser Beziehung hatte Michael Jackson tatsächlich einiges zu bieten, obwohl man nicht auf James Brown vergessen sollte – wichtiger ist als das Singen, soll ruhig trauern. Aber er war sicher NICHT der Liebling der ganzen Welt. Und „King of Pop“ war er spätestens ab Mitte der 90-er Jahre nur mehr in der eigenen Vorstellung.

Auf die Frage, welche Lieder den Leuten im Gedächtnis geblieben sind, hört man interessanterweise fast ausschließlich „Thriller“ oder „Billie Jean“, also Lieder von dem legendären „Thriller“ – Album, das seinen großen Erfolg (der nebenbei gerne übertrieben wird – es wurden sicher keine 100 Millionen Stück davon verkauft, eher 60 Millionen) in erster Linie dem Aufkommen von MTV zu verdanken gehabt haben dürfte. Danach hat er mehr oder weniger nur mehr versucht, diesen Erfolg zu wiederholen, was aber nie ganz gelungen ist.

Zugegeben, er hat einige sehr erfolgreiche, bekannte und wahrscheinlich auch gute Lieder geschrieben, aber das haben andere auch, viele sogar in größerer Anzahl. Michael Jackson war alles in allem der Popstar, der nach dem Zerfall der Rock-Supergruppen Ende der Siebzigerjahre wie kein anderer das Motto „Je größer, desto besser verkörpert hat. Und dies dürfte auch mit ein Grund für sein vorzeitiges Ableben gewesen sein. Denn anstatt in kleinen Clubs ein paar Auftritte unter Pseudonym zu absolvieren, um zu testen, ob er überhaupt noch fit genug für Liveauftritte ist, mussten es gleich 50 Konzerte sein, nur um einen neuen Rekord aufzustellen.

Man soll niemandem einen vorzeitigen Tod wünschen, aber selbst seine größten Fans werden zugeben müssen, dass Michael Jackson in den letzten Jahren immer mehr in die KARIKATUR eines Popstars verwandelt hat. Seine Zeit war vorbei, und musikalisch war von ihm wohl nicht mehr viel zu erwarten.

Viele vermissen ihn und trauern ihm nach, aber zurück bleibt das zwiespältige Bild eines Mannes, der nicht verstanden hat, sich auf dem Höhepunkt des Erfolges aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen und mit einem immer unwürdiger werdenden Spektakel seinen Ruf ziemlich ruiniert hat.

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RUHE IN FRIEDEN!

(Und möge Dein Schicksal anderen Stars zur Mahnung gereichen!)

 

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